Gasthof Drei Hacken
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Über Andi

Liebe auf den ersten Blick in frühen Kindheitstagen.

{5499e663d6b55ae5df469b4653f39cd4}Meiner Meinung nach wird jeder Mensch in seiner frühesten Kindheit geprägt. Mein Prägejahr war 1974, das Ereignis eine Z750H2, ein junger Bursche aus unserem Dorf, 71PS - um 3 mehr als Vaters neuer 1600ter Taunus - für mich stand sofort fest: In Zukunft würde ich nur noch auf 2 Rädern reisen.

Mein Traum erfüllte sich kurze Zeit später in Form eines PUCH Bergmeister 5-Gang Rades - naja, ich war ja auch erst 10 Jahre alt. Jetzt aber zumindest so mobil, um den nahe gelegenen LERU-Ring zu erreichen - und hier kam es abermals zu einer Prägung. Die legendären Rallyecross Länderkämpfe faszinierten mich dermaßen, dass ich fortan kein Rennen mehr versäumte - waren die Rennwochenenden doch auch gleichzeitig die größten Motorradausstellungen unserer Gegend. Hier sah ich all die Modelle, die ich aus den bunten Magazinen kannte, in natura. Mit leuchtenden Augen bestaunte ich die neuen 4-Zylinder-Maschinen aus Japan oder die sportlichen Italiener mit dem tollen Sound.

Hin- und hergerissen zwischen Ducati, Benelli und Hondas auf dem Parkplatz und Escorts, Stratos und Käfern auf der Rennstrecke, entflammte meine Motorsportbegeisterung und der berühmte rote Faden war gesponnen.

1979, fünf Jahre später, fand ich mich als Kochlehrling im Melker Stiftsrestaurant wieder, immerhin mit herrlichem Blick zum LERU-Ring. Als fahrbarer Untersatz diente eine PUCH DS 50, nicht gerade das Aktuellste am 50-ccm-Markt, aber immerhin ein österreichisches Qualitätsprodukt mit Straßenzulassung. Zu einer Zeit, als das Wort Fahrsicherheitstraining noch nicht erfunden war, verdienten wir uns unsere ersten Sporen auf einer 250iger SG in einer nahen Schottergrube oder auf diversen Feldwegen (mangels Fahrlizenz).

1983 war es endlich soweit: Der rosa Schein war in meinem Besitz. Sofort wurde mit einem Freund zusammen eine 900 Dahrma angekauft, war doch Pöchlarn Mitte der 80iger eine DUCATI-Hochburg mit zeitweise 13 angemeldeten Ducatis und das zu einer Zeit, als die 500Panther der letzte Schrei aus Italien war. Wie bei so vielen Dingen im Leben geht man, wenn man sie besitzt, zu sorglos damit um, und so zerfiel die Duc mangels Pflege nach zwei Saisonen. Heutzutage wäre die Dahrma ein toller Klassiker.

Na ja - dann folgten diverse japanische und deutsche Bikes und seit Mitte der 90er steht auch ein Volvo Amazon in meiner Garage, mit welchem ich an zahlreichen Rallyes teilgenommen habe. Seit vier Jahren organisieren ein paar Freunde und ich zusammen die Wald4tel Winter Historic, eine Orientierungsrallye, die durchwegs auf Eis und Schnee im winterlichen Waldviertel durchgeführt wird. Bei der Streckenplanung zu dieser Veranstaltung entdecke ich immer wieder neue Güter- und Forstwege, die im Sommer meinen Gästen zugute kommen - denn das Endurowandern ist so eine Art Steckenpferd von mir geworden.

Derzeit fahre ich eine 800GS Paris/Dakar, das meist verspottete Motorrad meiner frühen Ducatitage.

Ein Motorradhimmel auf Erden...

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